1. und 2. Dezember: Deutsch-Indonesische Vereinigung e.V. Berlin lädt zu bundesweitem Treffen nach Berlin ein

Liebe Mitglieder der DIG Hamburg,

Hier mein persönliches Resumée der Veranstaltung in Berlin:

Das Treffen aller DIGs und ähnlicher Organisationen (z.B. die Deutsch-indonesische Gesellschaft für Medizin) mit ca. 80 Teilnehmern am vergangenen Wochenende an der indonesischen Botschaft in Berlin, auf Einladung der deutsch-indonesischen Vereinigung Berlin, war sehr interessant.

Von uns haben teilgenommen: Karen Stadtlander, Genia Findeisen, Dyah Narang Huth, Undine Bischof, Brigitte Grand, Bernd Bieling u Gattin, Dieter Moldenhauer u Gattin. An dieser Stelle Danke an für diese tolle Unterstützung, wodurch wir wirklich Präsenz zeigen konnten!

Die einzelnen Organisationen haben sich ausführlich vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass wir eigentlich alle ähnliche Interessen vertreten, wenn auch die Schwerpunkte mal mehr auf Spendenaktivitäten, auf direkter Begegnung, direkter Kulturvermittlung inform von Tanz- und Sprachkursen oder einem breiter gefächerten Programm Kultur, Wirtschaft und Politik etc. einschließend, wie bei uns und z.B. Köln der Fall, liegen.

Auf jeden Fall wird ein ein solches Treffen neue positive Anstöße und Ideen und das informelle networking fördern. Eine formal gestaltete Dachorganisation, wie seitens Berlin  vorgeschlagen, ist m.E. nur dann sinnvoll, wenn sie wirklich funktioniert, wirklich jemand Zeit und Energie spendet, demokratisch gestaltet ist, also niemanden vom Informationsfluss ausschließt und ein Lobbying sich wirklich im Rahmen der eigentlichen Interessen aller DIGs bewegt und nicht der Service der DIGs für die Interessen anderer ausgenutzt wird. Dr. Mertins, der Vorsitzende der Berliner Vereinigung, hat angekündigt, die Struktur einer solchen Dachorganisation auszuarbeiten und allen Organisationen zukommen zu lassen. Ich meine, es ist zumindest möglich, dass die mit diesem Treffen zusammengetragenen Adressen ausgetauscht werden, man sich über die bereits vorhandenen Internetseiten gegenseitig verlinken kann, Informationen von einer Organisation alle anderen erreichen können.

Herr Jörg Huhmann vom ehemaligen Panorama-Magazin hat angeboten, über die nach wie vor sehr frequentierte Online-Version des Magazins gegen ein kleines Entgeld aller Organisationen den DIGs eine Plattform für den Austausch von Informationen und Diskussionen zu bieten. Frau Undine Bischof wies darauf hin, dass es doch sinnvoll wäre dieses bereits vorhandene Instrument zu nutzen anstatt wieder etwas neues zu schaffen.

Frau Dyah Narang-Huth wie auch darauf hin, dass man sie in kulturellen Fragen und für Veranstaltungen jederzeit anpsrechen kann. Beim Vorstellen der DIG hamburg hatte ich auch darauf hingewiesen, dass wir von ihrer Seite sehr viel Unterstützung bekommen, sie auch Vorstandsmitglied ist.

Anwesend war auch der Indonesien-Kenner und Exbotschafter Dr. Seemann, der uns Indonesien-Spezialisten einen Vortrag über die Geschichte der indonesischen Demokratie hielt. Die Berliner Vereinigung schlug ihn als Vorsitzenden (sozusagen Ober-Networker) für die eventuelle Dachorganisation vor.  Dr. Seemann erklärte, dass er dieses Amt anzunehmen, er aber einen Geschäftsführer benötigen würde. Letzteres hätten wir alle gerne ;-) .  Sicherlich, er könnte evtl. Türen für intensiveren deutsch-indonesischen Austausch auf höherer politischer und wirtschaftlicher Ebene öffnen, sich einsetzen für die Einbeziehung unserer Organisationen, aber eine solche Dachorganisation müsste wirklich die Möglichkeiten aller bündeln, demokratisch und transpatrent gestaltet sein,  nicht die speziellen Interessen Einzelner vertreten und unsere Organisationen zu Service-Einheiten machen. 

Zum Ausklang des Tages nahmen wir nach dem indonesischen Abendessen auf Einladung der Botschaft am traditionellen sog. "Winterfest" der Berliner Vereinigung teil. Ein wahrlich interkulturelles Erlebnis!: Zwei Indonesische Musiker mit Arkkordeon in Begleitung eines deutsch-indonesischen Chors (unter Einbeziehung einiger ausgewählter Honorationen aus dem Publikum - und wir haben alle mitgesungen!) spielten auf zu indonesischen Volksliedern à la "Burung kakak-Tua", "Halo halo Bandung", "Naik-naik ke puncak gunung" und "Potong bebek angsa" und gingen dann über in das, was halt im Ausland als deutsche Kultur gilt: "Mussi denn aus dem Städele", "Feinsliebchen", "Das Wandern ist des Müllers Lust" (mit Letzterem vermittelt das Goethe-Insitut laut Frau Dyah Narang-Huth den Genitiv), nachdem wir tagsüber während der Diskussionen bereits  Beiträge im Freistaat-Timbre der Bayern-DIG à la "Heuer habe mir..." genießen durften.

Wir, die Hamburger DIG, bewiesen zum Abschluss des Abends Weitblick hinauf zum Himmel über Berlin und hinunter in den verlassenen Plenarsaal auf dem Dach und unter der Kuppel des Reichstagsgebäudes.

Karen Stadtlander